Michael's Japan Blog

Im Reich der Sonne

Nichts wirklich neues… oder doch? · Samstag Juli 4, 2009

Die letzen 2 Wochen waren eher ruhig, obwohl ich nicht unterbeschäftigt war.
Aber was soll ich mir hier zum 43sten Male über die Verlogenheit der Banker aufregen, die es schaffen eine Wirtschaftskrise mit ihrer Gier auszulösen und dann mit Abfindungen nach Hause geschickt werden, welche das Bruttoinlandsprodukt in dem Land wo Ouagadougou liegt, fast übertreffen.
Oder wir regen uns darüber auf, dass in Deutschland eine mögliche Mehrwertsteuererhöhung so stark von allen Seiten dementiert wird, dass sich der mündige Bürger nur fragt “Nun was wird’s wohl werden, 25 oder doch 30%?”.
(W. Churchill: “In der Politik gibt es keine stärkeres Mittel der Bestätigung, als ein heftiges Dementi!”)
Kennt einer von euch noch das alte Computerspiel wo man ein “Reich” regieren musste? Wenn man dann die Steuern zu hoch trieb endete es mit dem Lapidaren Spruch “Es gab eine Revolution und du wurdest geköpft, lang lebe der neue König!”
(Ähhh für die Kinder hier, das war bevor man Grafik auf dem PC nutze! ;-) )
In Frankreich wurde übrigens die Mehrwertsteuer für Gastronomie gesenkt um so die Wirtschaft anzukurbeln. (Der Wortwitz war gewollt! :-D )

Und über Zensurursula wollen wir erst gar nicht Anfangen, sie und ihre Gefolgschaft hatten ja nicht mal den Anstand die Sache ablagern zu lassen. Man kommt sich manchmal vor wie in einem billigen SF Film.
Aber wir kennen das ja, kaum wurde Tollcollect für LkWs eingeführt, kamen die ersten daher die meinten “Man könnte doch auch… in Pkw’s, wäre doch sonst so eine Verschwendung der schönen Infrastruktur…oder?”
Und passend um die Wahl den richtigen Kick zu geben, kommt das BKA daher und proklamiert das die Bundestagswahl in Deutschland für Al Kaida ein besonders Ziel wäre?
Da muss man natürlich die Sicherheitsmaßnahmen erhöhen!
Honi soit qui mal y pense

Ansonsten alles ruhig im Staate Dänemark… ich mein ups Japan ;)
Ich habe die Regenzeit dazu genutzt, noch einige Bewerbungen zu schreiben und kulinarisch eine Salami Meeresfrüchte Pizza probiert.
Mit dem Teig war ich diesmal sehr zufrieden.

Salami-Meeresfrüchtepizza

Bei einem der Spaziergänge fand ich dann dieses Nest von Schwalben (mal mutig ornithologisch aus dem Fenster gelehnt).

Schwalbe

Und meine LAG musste sich letzten herausputzen für ein offizielles Treffen und da zauberte sie dieses Kleidungsstück aus dem Schrank, dass IMHO einfach nur genial praktisch ist.

Body-Blouse

Nie wieder Problem mit der Bluse die aus dem Rock rutscht.
Bitte mal Rückmeldung ob jemand sowas schon mal in Europa/Deutschland gesehen hat.

Wie gesagt es ist Regenzeit, aber dazwischen brutzelt die Sonne so richtig gut, so dass ich Heimwerkertechnisch mich drangemacht habe und eine Markise für unser Balkonfenster gebastelt habe. Erschwert werden solche Unterfangen, durch die unsägliche Tatsache, dass man in japanischen Mietwohnungen keine Löcher (auch in Außenfassaden!) bohren darf.
Also habe ich “Grundlagen der Mechanik 101” ans Werk gelassen und eine 2,40m lange Klemmstange in den Rahmen des Balkonfensters geklemmt. An dieser Stange habe ich dann “Segeltuch” befestigt und Richtung Balkongeländer/Wäschestangenhalter abgespannt.
Schaun wir mal, ob Herr Newton aus dem Himmel intervenieren wird.
Es gibt übrigens im Homecenter Haken zu kaufen, die man mit Klemmschrauben an der oberen Laufleiste der Schiebetürenrahmen befestigen kann. Im Prinzip die viel besser Lösung zu meinem Konstrukt, besonders aus mechanischer Sicht, aber leider passen die verfügbaren Haken nicht bei uns… scheint unsere Fensterfront ist leicht abweichend, von der sonst stark standardisierten japanischen Konstruktionen.

SonnenschutzSonnenschutz2

Und dann hatten wir vorgestern hier noch einen 1a Sonnenuntergang.

You need a flash player to see this movie.

Apropos Sonnuntergang, der Juli 2009 ist ja schon Astronomisch geladen.
Nicht nur dürfen wir das 400 jährige Jubiläum der Erfindung des Teleskopes von Galileo Galilei feiern, sowie das 40 jährige Jubiläum der Mondlandung. Sondern wir haben auch das Vergnügen am 22 Juli eine Sonnenfinsternis zu erleben.
Leider auf der japanischen Hauptinsel nicht als totale, es sei den man bewegt sich nach Kita Iwo Jima, 北硫黄島 wo der Kernschatten für fast 6 Minuten 40 Sekunden alles verdunkeln wird.
Gerne wäre ich dort und würde mir es live ansehen.
Jemand Lust mir sein Segelschiff zu leihen? (Motorboot mit entsprechender Reichweite wäre auch ok) ;-)

Hier in Osaka, dauert das ganze Schauspiel von 9Uhr47 bis 12Uhr25 mit dem Maximum um 11Uhr5 dieses Maximum wird aber nur 0,8 Minuten lang sein und zu maximal 90% Bedeckung der Sonne führen.
In vielen Buchläden kann man Informationsbroschüren mit Sonnenschutzbrillen zur Beobachtung erwerben.

Sonnenfinsternis1Sonnenfinsternis2

— Michael Hess

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Japaner und ID's · Freitag Juni 26, 2009

Wie ich in meinem vorherigen Beitrag schrieb ist der Ausländer an sich gezwungen eine sogenannte ID (der Ausländerausweis – 外国人登録証明書, gaikokujin tōroku shōmeisho) mit sich zu führen und bei Verlangen vorzuzeigen.
Das mit dem Verlangen hat’s so auf sich, Polizei ja, ansonsten muss man nicht, wenn man ein anderes Ausweismittel mit sich hat, wie z.B. einen japanischen Führerschein oder die japanische Krankenversicherungskarte.

Und da haben wir die richtige Überleitung zum heutigen Thema und zur Micha’s frage bei den Kommentaren zum letzten Beitrag.
Was denken Japaner darüber und warum haben Japaner keinen “Lichtbildausweis” aka Personalausweis.

Hier so was ich bei diversen Diskussionen gelernt habe.
Zum Thema Ausländerausweis, das ist den meisten nicht so wirklich bewusst, dass wir da so strengen Regeln mit drakonischen Strafen unterworfen sind. Das mit dem neuen Ausweis wird zwar auch in den Nachrichten/Zeitungen erwähnt, aber die Sache mit RFID-Chip ist da weniger stark geschildert, meist im Nebensatz.
Wenn man Bekannte dann auf die RFID Nachteile hinweist, wird fast immer zugestimmt, es tauchen sogar manchmal betretende Gesichter auf, wenn man schildert wie gut man, auch als Japaner, heute schon theoretisch überwacht werden kann.
Es gibt aber natürlich auch die, welche mit Schulter zucken und sagen “仕方がない” (Shigataganai, kann es nicht ändern).

Die generelle Frage nach der “ID” für Japaner. Man sieht da nicht so sehr die Notwendigkeit, weil die meisten Japaner entweder einen Führerschein haben oder wenigstens einen Krankenversicherungskarte. Kommt also die Frage auf, warum dann noch eine extra ID?

Einen recht witzigsten Kommentar dazu habe ich mal gehört der da lautete “Warum ID mit Augenfarbe und Haarfarbe wie bei euch? Wir haben alle schwarze Haare und schwarze Augen, macht wohl wenig Sinn DAS auf einer Karte festzuhalten!”

Als Begründung warum es keine extra ID für Einheimische gibt, hört man oft, “Japan ist eine Insel, wir haben nie sowas gebraucht, wir wissen alle das wir Japaner sind und woher wir kommen”
Mit dieser Begründung ist es dann auch fast nachvollziehbar, warum nur die Ausländer dann ein Karte brauchen.
Und es stimmt, die Ausländer die es auf die Japanischen Inseln früher schafften, sind meist allein durch ihr Äußeres Erscheinungsbild sofort als Nichteinwohner identifiziert worden, also brauchte man kein Identifizierungsmittel für die Einwohner, damit diese beweisen das sie Einwohner sind und keine “Nichtinsulaner”. (Konnten alle mir durch DEN Satz folgen? Ich hoffe ja :) )

Und als die Mongolen vorbeikamen, war auch nicht gerade eine Passkontrolle am Strand nötig um zu sehen das dies KEINE Touristen sind!.

Und es sei noch angemerkt als Ausländer der nicht als Tourist in Deutschland, USA oder woanders lebt, wird in fast jedem Falle eine spezielle ID aufs Auge gedrückt bekommen.
Wenn ich mich recht erinnere, müssen Ausländer in Deutschland auch ihre Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis immer mit sich führen und können zwecks Identifizierung sogar vorläufig festgenommen werden wenn sie die nicht dabei haben.

Es ist also überall dasselbe für Ausländer.

Und für Japaner… nun ja es stimmt schon, wozu brauchen die eine ID?
Es soll sogar Leute in Deutschland ohne Perso geben. Meine Mutter stellte z.B. mal fest das ihrer 10 Jahre abgelaufen war, und nein man hätte sie auf DEM Foto das im alten drin war auch nicht erkannt! (DAS Ding war insgesamt so um die 30 Jahre alt! IIRC)
Der japanische Führerschein ist z.B. als ID vollkommen ausreichend weil er auch ein aktuelles Foto enthält. Hingegen mein deutscher Führerschein, nun ja die Leute die den sehen erkennen nicht das ich das da bin, ergo als Ausweis unbrauchbar, obwohl in Deutschland unter Umständen oft ausreichend. Und auch bezüglich meines letzten Perso würde ich meine Identifizierbarkeit eher minimal ansetzen, das Foto dort ist auch schon 10 Jahre alt.

Kurz gesagt die Aufregung um den RFID kann ich verstehen, bei dem Rest habe ich kein Problem damit, dass Japaner keine ID haben und ich ne Karte, ich muss sie ja nicht jeden Zeigen. Da ich sowohl einen japanischen Führerschein als auch ein Krankenversicherungskarte habe und bislang war das sowohl auf der Post für Auslandsüberweisungen oder sonst wo ok, sogar die 1-2 mal wo man mich im Hotel darum bat, nachzuweisen das ich ich bin.

PS
Ach ja eine Erklärung warum Ausländer einen Ausweis brauchen, fand ich auch mal schreiend komisch…
Wir Ausländer sähen halt alle so ähnlich aus!

— Michael Hess

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Neue Regeln für Ausländer in Japan · Sonntag Juni 21, 2009

Ja obwohl man einen gegenteiligen Eindruck gewinnen mag, bin ich immer noch in Japan und das hier ist mein Japan-Blog.
Also diesmal was zu Japan zur Abwechslung.
Der Freitag war anscheinend ein weltweit wichtiger Tag um Gesetze zu verabschieden.
Eventuell wollen auch Abgeordnete einfach mit dem Gefühl etwas vollbracht zu haben, ins Wochenende gehen…
In Deutschland ist das ja wie ich die letzen 2 Tage schrieb weniger mit Freude verbunden.
Aber auch hier in Japan sollte am Freitag ein Gesetz im Unterhaus verabschiedet werden.
Eventuell sogar mehrere, aber dieses eine ist von Interesse für uns (Ausländer in Japan).

Dieses Gesetz soll einige Regularien für Ausländer erleichtern, aber andere auch wiederum verschärfen.
Da ist zum einen die Regel, dass man als Ausländer der länger als 3 Monaten in Japan lebt verpflichtet ist sogenannten Ausländerausweis (外国人登録証明書, gaikokujin tōroku shōmeisho) zu beantragen. Dies fand bislang in der Stadtverwaltung statt und man musste wenn man umzog, die neue Adresse bei der neuen Stadtverwaltung eintragen lassen. Auch der Visastatus und Dauer sind auf der Karte vermerkt.

ID-Card

Dieser Ausweis soll nun durch die sogenannte Aufenthaltskarte (在留カード, zairyū kaado) ersetzt werden, welche dann Zentral verwaltet werden. Das bedeutet für Änderungen muss man dann zum nächsten Immigrationsbüro was u.U. mehr Aufwand ist als zur Stadtverwaltung, besonders für Leute die nicht zentral wohnen, da die Immigrationsbüros relativ weitflächig verteilt sind.

Zusätzlich soll diese neue Karte mit einem RFID-Chip versehen werden der alle wichtigen Informationen enthalten soll. Das ist der Punkt der am meisten Sorgen bereitet, da so theoretisch die Möglichkeit besteht ein Bewegungsprofil der Ausländer zu erstellen.
Alle Eintrittstore der Bahnen besitzen zum Beispiel RF-Reader für die elektronischen Fahrkarten (PitaPa, ICOCA etc.) und es wär ein leichtes einen entsprechenden Reader für die neue Aufenthaltskarte zu implementieren.
Aber schon heute ist es relativ einfach Bewegungsprofile zu erstellen mit den Handy-Bezahlfunktion, der oben erwähnten elektronischen Fahrkarten welche ja personalisiert sind.
Als Erleichterung durch das neue Gesetz zählt die Ermöglichung eines 5-Jahres-Visum für bestimmte Fälle. Auch das man kein Reentry-permit mehr braucht wenn man für weniger als 12 Monate Japan verlässt.
Diese hat zum Beispiel schon allein Finanzielle Vorteile.

Durch das zentrale Register sollen Ausländer auch in das Einwohnermelderegister und damit verbundene Juki-Netzwerk aufgenommen werden. Auch das kann Vorteilhaft für die Integration sein, hat aber auch Nachteile wie jedes zentrale Melderegister.

Es wird auch davon geredet das Ausländer die im Moment illegal in Japan leben, aber nicht negativ aufgefallen sind eine Schonfrist bekommen und das ihr Fall wohlwollend zugunsten eines Visums betrachtet werden würde, wenn sie sich freiwillig melden.
Zitat aus dem Japan-Times Artikel:

To prevent illegal residents who have legitimate reasons for staying from being deported, the bills state that the Justice Ministry, which oversees the Immigration Bureau, must clarify and announce the standard for granting such permits so illegal residents will be motivated to turn themselves in.
“We have to make sure overstaying foreigners who are behaving as good citizens as ordinary Japanese will not have to be deported or go underground,” said DPJ lawmaker Ritsuo Hosokawa, who helped draft the bills in the Lower House Justice Committee.

Gleichzeitig soll das neue Gesetz Schutzmechanismen enthalten die Verhindern sollen das dieses zentrale Register für die Aufenthaltskarte zum Nachteil von einzelnen Ausländern oder Ausländergruppierungen verwendet wird. (Es ist aber keine Form der Strafe festgelegt, denkt also euch euren Teil!)

Vorgetäuschte Ehen sollen näher geprüft werden, in dem zum Beispiel die Erfüllung eines normalen ehelichen Zusammenlebens kontrolliert wird. (DAS wird ein SPASS…)

— Michael Hess

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Nachtrag zu gestern · Samstag Juni 20, 2009

Tja, gestern wurde das Gesetz zur Internetsperre verabschiedet und die Tinte war noch nicht trocken, als die ersten Politiker sich ihre Maske des Volkswohls vom Gesicht rissen.
So war der Dolch im Grundgesetz noch am zittern, als Herr Thomas Strobl, seines Zeichens Bundestagsabgeordnete und CDU-Generalsekretär in Baden-Württemberg, einen tiefen Zug aus der Pfeife, gefüllt mit den Schnipsel des Grundgesetzes nahm und laut forderte das man jetzt (wo das Gesetz in trockenen Tüchern ist) doch ernsthaft über weitere Sperren (nicht nur für Kinderporno) nachdenken solle.
Wer jetzt denkt “Jaaa die CDU halt!”, nun die SPD, in ihrem Bedürfnis der CDU in keinem Thema die Führung zu überlassen, stieß sofort nach und Frau Prof. Dr. Angela Kolb (Sachsen-Anhalts Justizministerin) plädierte für eine europaweite Anpassung auf dem deutschen Zensurniveau

Es gibt einen sehr schönen Kommentar von Katharina Borchert, der Chefredakteurin des Internetportals DerWesten. (Auf der Seite gibt es auch Links zu weiteren lesenswerten Beiträgen)

Man könnte darüber noch viel mehr schreiben, aber das hier ist ja eigentlich mein Japan-Blog. ;)
So möchte ich einfach mal ein Video zum aktuellen Thema vorstellen.

You need a flash player to see this movie.

— Michael Hess

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Schwierige Entscheidung / In eigener Sache · Freitag Juni 19, 2009

Ich habe schon einige Male hier in meinem Blog darauf hingewiesen, dass bestimmte Sachen wohl hier nie Erwähnung finden, dazu gehören sicherlich Detail irgendwelcher romantischer Art (Ich meine wen hat es schon zu interessieren, wann und wo ich welche Frau, wie intensiv getroffen habe?), man kann immer mal erwähnen wenn man jemand nettes getroffen hat, aber Details gehören IMHO eben nicht ins Netz.
Genauso ist das mit Geschichten zur Arbeit. Ich finde ein Arbeitgeber sollte sich schon darauf verlassen können, dass nicht der übliche Teeküchenklatsch und viel wichtiger Betriebsgeheimnisse, oder sogar die Höhe (oder deren Fehlen) meiner Gratifikation im Netz landen.
Im Allgemeinen habe ich das sogar mit dem Ort und Namen der Firma, wo ich angestellt bin so gehalten.
So will ich auch verhindern, dass jemand der mit meinen hier geschilderten Meinungen nicht einverstanden ist, entsprechenden Stress in der Arbeitsbezogenen Seite meines Lebens verbreiten.

Nun bin ich seit einiger Zeit auf der Suche nach einem neuen Job, aus Gründen die ich wegen dem oben gesagtem nicht hier näher schildern werde. Nur so viel sei gesagt, es lag eher an Betriebsexternen Umständen und nicht an internen.

Natürlich habe ich bei meinen Bewerbungen jetzt auch regelmäßig, ein gewisses sagen wir mal Feedback über dritte bekommen. Zum Beispiel das jemand nach meinem Namen g**gelt. Nun es ist ein bekannter Fakt das Personalmanager das Internet besser kennen als manche Politikerin

Anyway, so habe ich seit einiger Zeit darüber Nachgedacht und mit einigen Kollegen es auch diskutiert, ob ich mein Blog “anpassen” soll, so dass es keinem HR-Manager oder sonstigem möglichen Arbeitgeber sauer aufstößt.
Also auf der einen Seite angepasst erscheinen und nicht negativ auffallen, oder auf der anderen Seite authentisch sein.
Das ist wie mit der Probezeit bei einem Job, da sind mir etliche Leute begegnet die sich in dieser Zeit fast überschlagen, nur um dann nach dieser Zeit fast exponentiell abzubauen. ;)

Ich habe mich nach meinen Überlegungen entschlossen lieber Authentisch zu sein.
Oder anders ausgedrückt, sollte ein potentieller Arbeitgeber sich an meiner Webpräsenz stören, sei es in Art oder Umfang, so würden wir wohl im Berufsleben eher auch nicht glücklich miteinander werden.
Obwohl nach meiner Meinung, der Verlust definitiv auf der potentiellen Arbeitgeberseite liegen dürfte! :)

Zu dieser “Authentizität” und sagen wir mal Recht auf freie Meinungsäußerung gehört auch das nun folgende.

Es geht darum das die Politiker in Deutschland unser Grundgesetz und die damit zugesicherten bürgerlichen Rechte und Sicherheiten mehr und mehr mit Füssen treten und uns in eine Gesellschaft treiben die ein gewisse Ähnlichkeit mit anderen Regierungsformen und deren verdrehten Demokratieverständnis in andere Länder hat.
Heute wird ein Gesetz verabschiedet das offiziell als Kinderschutzparagraph dem Volk verkauft wird, aber in Wirklichkeit der Zensur Tür und Tor öffnet.
Besonders unsere oberste Kinderbeschützerin und Volksvorbildmutter Ursula v. Leyen zeigt dabei einen Zynismus und doch gleichzeitig Technikunverständnis, dass man sich zu Recht fragen darf, wie so jemand ein Volksvertreterin und sogar Ministerin werden konnte.
Diese Frau hat mal eben im Vorbeigehen 20% der Internetnutzer als potentielle Pädophile dargestellt.
Zitat:
„Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft.“ (U. v. d. Leyen)

HALLO IHR DA, GENAU ZUGEHÖRT? IHR DIE IHR ALLE MIT DEM INTERNET GUT UMGEHEN KÖNNT SEIT PÄDOKRIMINELLE!!!!

Das die Methode dieses neuen Gesetzes so wirksam ist wie sich als Vogelstrauß durch Kopf in den Sand stecken vor einem Löwen zu schützen, dürfte jedem mit 3 funktionierenden Gehirnzellen klar sein.
Nun Ja, unser Innenminister Dr. Schäuble freut sich natürlich schon tierisch über so viel Schützenhilfe und Einsatz. Hat er uns doch alle sowieso schon als potentielle Terrorristen ausgemacht .
So werden pö a pö unsere Rechte, angeblich damit wir und unsere Kinder sicher sind, gestrichen.
Ich wette diese Technologie die da entwickelt werden soll, wird ein Exportschlager in so Ländern wie… China, Iran oder Nordkorea (ist sicher nicht auf der Bannliste der Verbotenen Waren).
Nun werden einige sagen “Was regst dich auf, du bist doch in Japan!” und stimmt, ich könnte entspannt zurücklehnen und sehen wie die Sache zum Teufel geht.

Nur würde ich damit meinen Eltern einen schlechten Dienst erweisen, die beide (Jahrgang 27 & 29) das fragwürdige “Vergnügen” hatten in Systemen aufzuwachsen und zu leben, in denen die Einforderung von solchen Rechten oder nur schon die freie Meinungsäußerung u.U. Lebensgefährlich war (und in ihrem Fall auch Konsequenzen hatte).

Ach so, vorgestern war übrigens der 17. Juni, erinnert sich noch jemand daran was für ein Tag das ist?
Ja das war mal ein Arbeitsfreier Tag richtig… aber warum?
Weil 1953 ein paar mutige Menschen Pflastersteine aufnahmen und damit gegen Unterdrückung und für freie Meinungsäußerung und Demokratie kämpften.
Aber stimmt, DAS war ja in der DDR und die gibt es nicht mehr, also können wir das auch vergessen!

Ich füge mal IMHO zwei wichtige Zitate in diesem Zusammenhang an.
„Als sie die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Kommunist. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie die Sozialisten einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Sozialist. Als sie die Juden einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude. Als sie schließlich mich holten, gab es niemanden mehr, der für mich hätte sprechen können.“ (M. Niemöller)

“Diejenigen, die ihre Freiheit zugunsten der Sicherheit aufgeben, werden am Ende keines von beiden haben – und verdienen es auch nicht.” (B.Franklin)

Und ich möchte auch auf das Gedicht Bertolt Brechts mit dem Titel “Die Lösung”
Hinweisen, das seine Bedeutsamkeit für die Gegenwart bei der heutigen Politikerschaft, die entfernt von Volk und Realität regiert, nicht verloren hat.

Die Lösung
Nach dem Aufstand des 17. Juni
Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands
In der Stalinallee Flugblätter verteilen
Auf denen zu lesen war, daß das Volk
Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
Und es nur durch verdoppelte Arbeit
zurückerobern könne. Wäre es da
Nicht doch einfacher, die Regierung
Löste das Volk auf und
Wählte ein anderes?

Nachtrag:
Sollte ein potentieller Arbeitgeber mit dem obigen keine Probleme haben, oder der Meinung sein es ist egal, solange meine Arbeit vernünftig gemacht wird.
Die E-mail Adresse im Impressum funktioniert!

— Michael Hess

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Kulinarisches die zwote... oder dritte? · Mittwoch Juni 17, 2009

Die letzten Tage habe ich mal wieder etwas kochtechnisch neues probiert.
Ich meine nix wildes und nix was ich in Deutschland nicht schon hundertmal gemacht hätte.

Aber nun ja, Pizza ist in Japan schon etwas schwierig, wo der übliche Ofen eben keinen Backofen enthält.
Dieser spezielle Versuch ist eigentlich Vers. 2.0 aka Fruti di mare (Meeresfrüchtepizza)
Vers. 1.0 war eine gemischte Tuna/Sardellen Pizza (leider kein Foto)

Die Cola ist eine neue Diät Cola mit, man halte sich fest, mit Catechin/Grüntee Geschmack. Zu der Cola kann ich nur sagen… viel Grünteegeschmackt hat man nicht, nur der eklige Nachgeschmack von Süßstoff ist etwas gemildert.

Kulinarisches 2a

Das andere ist ein Versuch Kartoffelknödel “fromScratch” zu machen, d.h. ohne die magische Maggiepackung die man sonst zur Hand hat.
Die Knödel waren sagen wir mal soso, irgendwie war die Entscheidung zu “Halbhalb” nicht so gut weil der ungekochte anteil irgendwie nicht so kooperierte wie ich es wollte, mag auch daran gelegen haben das ich die Kartoffeln nur per Hand gerieben habe (mangels anderem Werkzeug)
Ach ja der Rest ist einfach Schweinebraten und frischer weißer Spargel (Tüte mit 2-5 Stück zu 400yen :-/)

Kulinarisches 2b

— Michael Hess

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Kyoto, Heian Jingu · Sonntag Juni 14, 2009

In den letzten Tagen habe ich die Gelegenheit dazu genutzt, nicht nur eine gute Freundin und ihre Kinder in Kyoto zu besuchen, sondern bei dieser Gelegenheit habe ich die Chance ergriffen ein paar Aufnahmen zu machen.
Bislang hatte ich immer das Glück, dass meine Besuche von Kyoto, sei es Freunde oder zu Filmaufnahmen in Eigamura, eher mit heftigen Regenfällen zusammenfielen.
Von Takatsuki kann man am besten mit der Hankyu-Kyoto-Hauptlinie direkt nach Kawaramachi fahren. Kawaramachi liegt direkt am Fluss Kamo und somit angrenzend zu den Stadtteilen Gion und Pontochō.
Kamo (鴨) bestehend aus den Kanji Bestandteilen 甲(Kabuto, Helm oder Kan, hohe Stimme) und鳥(Tori, Vogel), bedeutet übrigens Ente oder auch Wildente aber bezeichnet auch einen leicht zu besiegender Gegner sowie Einfaltspinsel, Gimpel, Trottel oder Idiot.

Nun mein Weg den man in dem folgenden Video sieht führt mich also entlang des Flusses Kamo wo man zum einen die Balkone vieler Geschäfte aus Pontochō sehen kann aber auch eine Dame die sich im Flöte, ich denke es ist eine Shinobue spielen übt. Leider besitze ich kein Richtmikrofon so dass der Fluss durch sein Rauschen fast alles übertönt.
Der weitere Weg geht entlang eines kleineren Flusses von der Sanyou-dōri (三条通) zum “Heian Jingu (平安神宮):9 wo ich das Glück hatte, vor der nächsten Flut Touristen anzukommen.

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Edit: Okay Video sollte ab jetzt normal funktionieren ohne das einem die Ohren explodieren. :)
WENN Youtube endlich fertig mit der Bearbeitung ist…

— Michael Hess

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Japanische Numerologie · Donnerstag Juni 4, 2009

Irgendwie ist es mir erst heute bewusst aufgefallen, dass die Parkplatznummerierung vor unserem Apartmenthaus etwas merkwürdig (für westliche Augen) ist.
Sie lautet:
1; 2; 3; 5; 6; 7; 8; 10; 11; 12; 13; 15; 16; 17; 18; 20; 21; 22; 23; 25; 26; 27; 28; 30; 31; 32

Nach einem kleinen bisschen Nachdenken, fiel mir natürlich ein was los war, aber ich habe japanische Numerologie noch nie so massiv vorher bemerkt.

Frage mal in die Runde, was ist mit den Parkplatznummern also los? ;)

— Michael Hess

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Peron Festival 2009, oder ein Segelwochenende, · Mittwoch Juni 3, 2009

Eigentlich sollte am letzen Wochenende das sogenannte Peron Festival in Aioi stattfinden.
Das ist immer ein großes Strassenfestereignis in der Gegend, kombiniert mit diversen Wassersportlichen Veranstaltungen und einem riesigen Feuerwerk am Samstagabend.
Zwei weitere wichtige Teile des Festivals sind neben der Regatta auch das berühmte Drachenbootrennen.

Aber wie man ja überall mitbekam haben wir zurzeit eine “Influenza Krise” in Kansai und so wurden alle solchen Großveranstaltungen sicherheitshalber abgesagt.

Der Eigner der ARUGO NAVIS wollte sich aber davon nicht aufhalten lassen und hat uns alle zu einer Tagestour nach Tanga-Jima in der Inlandsee vor der Küste von Aioi eingeladen.
Leider war von Wind keine Spur zu fangen, so wurde aus der Segeltour eine Motortour, die machte aber trotzdem Spaß.
Besonders das Rennen mit dem Drachenboot die uns mal eben einholten obwohl wir gut mit 2/3 Gas fuhren.
Wir waren so ziemlich die ersten im Hafen und bei dem berühmten Restaurant. Aber binnen kurzer Zeit füllte sich der Hafen schon recht heftig.
Das Restaurant macht zwar von außen ev. nicht so viel her, ist aber für seine Fischgerichte berühmt und dafür das man sich das “Opfer” vorher aussuchen kann ;)

Bei der Ankunft hat der Sohn eines Mitseglers leider nachdem er die Schwimmweste abgelegt hatte beim “an Land springen” sich verschätzt und so Bekanntschaft mit dem doch vor Quallen wimmelnden Hafenwasser gemacht. Erstaunlicherweise ohne von den giftigen Quallen berührt zu werden.
Die Namenswahl seines Vaters ist übrigens ab und zu Grund zum frotzeln, naja wer nennt seinen Sohn auch schon Taro wenn man Kimura mit Nachnamen heißt? ;) (1)

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Am Anfang des 2ten Videos sieht man ein Fischerboot liegen, das kam mit so einem Affenzahn rein, dass ich schon dachte es gäbe Bruch, aber nein binnen 2 Minuten lag es stattdessen ruhig an der Kaimauer. Der Eigner war übrigens der einzige an Bord.
Man achte auch auf seine sportliche Art des Ablegens, unter Zuhilfenahme des Strandes um das Heck rumzubekommen… alles eine One-Man-Show.

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Auf dem Rückweg hatten wir doch dann noch etwas Wind, der aber kurz vor dem Hafen dann wieder einschlief. Und man sieht auch das japanische Äquivalent einer “Wir bremsen für nix”- Fähre.

Tja.. dat wars.

(1)
Taro Kimura ist das japanische Äquivalent zu John Smith.

— Michael Hess

Kommentare

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Gedanken-Splitter · Mittwoch Mai 27, 2009

Oft passiert es das ich etwas sehe, lese oder höre was irgendwie interessant ist, aber ich mir beim zweiten Überlegen denke das wenn ich daraus alleine einen Blogeintrag mache sieht es nach Blogeintrag um des Blogeintrageswillen aus.
Hier so ein paar davon:

Vor einigen Tagen waren wir bei dem Shop unseres Kabelanbieters in Takatsuki. Grund war, dass unser Anbieter seine Pakete neustrukturiert hatte (um genau zu sein von 4 möglichen auf 2) und wir so zwar in den Genuss von SciFi-Channel kamen, aber im Austausch leider National Geographic verlustig gingen.
Wir also in dem kleinen Geschäftsraum zu viert, mein Schatz (deren Anschluss das ja ist und die wirklich NG vermisste) meine Wenigkeit und 2 Servicedamen in grob 4-6qm Raum inklusive Schreibtisch und Werbungsrack.
Der Wechsel in das andere Paket, das nun alle Kanäle bis auf PayTV enthält, war einfach da aber dann leider einige Kanäle nur noch in HD zu empfangen sind sah ich mich zur Frage verleitete ob das mit unserem alten CRT-Fernseher gut geht.
Ab und zu verließen mich bei der Diskussion meine Japanisch Kenntnisse dann doch und mein Schatz musste mir einige Antworten kurz erklären.
Ich könnte ja jetzt behaupten 3 Frauen im Highspeedsprech auf Japanisch ist hart und somit die Ursache, aber es war einfach manchmal nur zu viel Keigo bei der Geschwindigkeit dabei.
Danach hatte ich noch eine sehr technische Frage, zu dem mitgelieferten Internetanschluss über Kabel, weil wir 2 mögliche Anschlussbuchsen in der Wohnung haben, aber nur einen Frequenzsplitter (Signal rein, TV/Telefon/Internet raus) besitzen.
Ich diskutiere also die ganze Zeit mit den beiden Servicedamen inklusive ein paar Diagrammen. Am Schluss sind alle Fragen hinreichend beantwortet und wir verlassen den Laden mit der Aussage “Morgen ist das Paket umgestellt”.
Draußen meint mein Schatz dann “Sach mal hast du alles verstanden was die zum Internet sagten?“Ähh ja.. wieso?” “Nun weil du das vorher nicht verstanden hast.” “Jahh das war Keigo… hier ging’s um Technik” meine ich schmunzelnd. Sie daraufhin mit einem Lächeln “Schön, dann darfst du mir jetzt erklären was ihr da geredet habt!”

Ach so als wir übrigens 3 Stunden später wieder zu Hause waren konnten wir Problemlos auf einmal National Geographics sehen…
wie war das nochmal “Morgen ist es umgestellt”, naja nicht gelogen!

Apropos Internet!
Der Anschluss hier ist natürlich wie in fast allen Städten Japans 100Mbit (Duplex), nur damals in der Provinz beim SPring8, habe ich unter viel Entschuldigungen von NTT (Moshiwakenai… soooo sorry! ) 20Mbit (down 5Mbit up) gehabt. Und Leute die hier noch weiter in der Diaspora leben können zu mindestens Internet auf gehobenem UMTS Niveau bekommen solange ein Mobilfunk (aka Handy) Mast in der Reichweite ist.
Wenn man dann die Nachrichten aus good old Germany hört meint man ja schon dort würde in Wirklichkeit mal wieder von Ouagadougou gesprochen.
Aber nein wir reden hier von dem “erste Welt” Land BRD, dass nicht in der Lage ist seinen Bürgern ein vernünftiges Internet anzubieten, damit diese Bürger dann von Schäuble, BKA und Co darüber ausspioniert werden können.
Insofern müssen wir uns doch um Internetsperre und Bundestrojaner gar keine Sorgen machen, viele werden ja wohl aus rein technischen Gründen erst garnicht in den “Genuss” kommen. (ACHTUNG SARKASMUS AM WERK!)
Oder liegt es an den Anbietern, die lieber Leistungssteigerung in Salamitaktik machen, um den Kunden dann jedes Mal ordentlich mit einem neuen Vertrag abzuzocken.

Aber Deutschland hat natürlich andere Probleme die viel wichtiger sind, zum einen sind da Politiker die irgendwie aus der Pubertät nicht herauskommen sind und meinen wie kleine Kinder mittels Twitter aber auch wirklich alles in die Welt herauszublasen, darunter auch Wahlergebnisse bevor sie offiziell bekannt gegeben wurden.
Wirklich Peinlich ist, einer von den beiden ist Diplom Informatiker, na bei solchen (Volks)vertretern ist die Frage des Datenschutzes doch sicher aufgehoben, oder?

Überhaupt die Bundespräsidentenwahl, an dieser Stelle ein herzliche Glückwunsch an Herrn Köhler, der ein besserer Bundespräsident ist, als ich vor seiner ersten Wahl erwartet hätte.
Nun leider wird die Wahl durch das ach so schlimme protokollarische Missgeschick überschattet, so dass die Grünen sogar von einem SUPER-GAU sprechen.
Es sieht so aus, als ob SPD und Grüne verzweifelt versuchen die Rechtlichkeit der Wahl anzufechten, ohne dass da was anzufechten ist, oder zumindestens den Eindruck beim Wahlvolk zu erwecken, dass es bei der Wahl “nicht koscher” zu ging.

Und liebe GRÜNE, wollen wir Wörter wie Super-Gau nicht für wirklich schlimme Sachen vorbehalten, wie Tschernobyl o.ä.? Ein inflationäres benutzen des Wortes könnte zu gewissen Abstumpfungserscheinungen führen, meint ihr außerdem nicht, das ihr mehr Problem habt mit euren Freidenkern ? DAS wirft IMHO ein interessantes Licht auf euch!

Der Kindergarten den wir Regierung und Opposition nennen hat natürlich auch noch andere Sorgen als “Der da hat aber…” zu spielen. Da ist die Wirtschaftskrise die die Jungs beschäftigt hält. Aber getreu dem Userfriendly Comic lässt man lieber kleine Leute von den Banken, die letztendlich in Ihrer Gier die Scheiße gebaut haben, ausbluten und pumpt ordentlich Geld in tote Pferde.

Bezüglich Opel wag ich mal eine Prognose, egal wer den Laden übernimmt greift ordentlich Staatsgelder ab und fährt den Laden dann genüsslich nach Ablauf der vertraglich festgelegten Frist gegen die Wand. Glaubt ihr nicht? Dann sag ich nur Siemens, Handy, Kamp Linfort, BenQ.
Und erinnert sich noch einer an die Peanuts der Deutschen Bank, die sie einem gewissen Schneider in den Hals warfen… viele Kleinkreditnehmer durften da die Bilanz retten, weil sie auf einmal Ihre Kredite komplett gekündigt bekamen.
Noch Fragen?

Apropos Geld
Es ist Amtlich, von der OECD abgeklärt Deutsche Kleinverdiener werden im internationalen Vergleich am meisten ausgewrungen.
Im Vergleich mal (die Gehaltsangaben ist in % vom Durchschinttsgehalt)

Single 67% 100% 167% Verheiratet 100% 133% 167%
Deutschland 47,3% 52,0% 52,6% 36,4% 41,4% 45,2%
Japan 28,0% 29,5% 32,5% 24,0% 25,3% 26,2%

Wer will, kann sich die das gesamte Material hier besorgen.
Keine weiteren Fragen euer Ehren!

Der Politikfrust ist ja nicht nur eine deutsche Angelegenheit.
Es gibt auch Leute (meist Ausländer) die Fragen sich, warum Japaner relativ klaglos Ihre Politiker ertragen. Die Antwort meiner Meinung nach ist, hier macht man das Spiel einfach schon länger mit, inklusive zusätzlichen Frustfaktoren wie ererbbare Wahlbezirke. Man muss mal sehen wie viele Politiker hier in der Xten Generation sich verdingen.

Aber zurück zu wo wir anfingen, Kabelfernsehen in Japan.
Da hatte ich letzten eher durch Zufall die Gelegenheit den Französischen Film (Französisch mit Japanischem Untertitel) Days of Glory/Indigènes zu sehen. Ein Kriegsfilm der meiner Meinung nach viel Ergreifender ist als z.B. Der Soldat James Ryan besonders wenn man die Lage der arabisch stämmigen Minoritäten in Frankreich betrachtet.
Pikant ist, z.B. dass die Renten der Soldaten dieser Minoritäten, nach dem Film an die der anderen ehemaligen Soldaten, angeglichen wurde.

Ups… doch länger als gedacht…

— Michael Hess

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