Michael's Japan Blog

Im Reich der Sonne

DER Tag · 31. März 2005

Jetzt geht es los!!
Ab nach Düsseldorf und eingecheckt… die 3 Kilo Übergewicht waren kein Problem. Hätte ich das gewusst wäre noch mehr Zeug in den Koffer gewandert… Die Toleranz erklärt sich aber auch an Bord dann sofort, der Flieger ist nur halbvoll!
(BILD Drei Stewardessen leider nur von hinten :-( )
(BILD Der Flieger eine A340 von Emirates)
(BILD Der Duty-Free Bereich.)
(BILD Die Halle für Transitreisende, mit Fließband… :-))

Bei der Kontrolle habe ich den ersten Spaß... ich darf meinen Rucksack mir auf dem Röntgengerät anschauen und sehe die einzelnen Scheiben meiner externen Festplatte… na ob das gut geht? alles ist schön bunt und bis ins kleinste Detail zu sehen.
Von Interesse für den Herrn von der Sicherheit ist allerdings ein länglicher schwarzer Gegenstand auf dem Schirm, er fragt höflich “Was das denn da sei?”.
Er beweißt Humor als ich meinen japanischen Briefbeschwerer aus dem Rucksack zaubere und ihm erkläre was das ist, er schüttelt daraufhin den kopf und lässt mich ziehen. :-)

In der Wartehalle sitze ich neben einem dutzend bezaubernd hübscher Frauen zu meiner Linken und vier komplett in Schwarz (inklusive Schleier) gekleideten Frauen zu meiner Rechten (Ich weiß nicht ob sie hübsch sind aber das ist ja auch der Zweck der Kleidung denke ich).

Die hübschen Damen sind die Stewardessen für unseren Flug uns sind in ihren Uniformen eine echte Augenweide schlicht aber doch elegant und hübsch. Leider habe ich Depp verpasst davon ein Foto zu machen, andere Passagiere haben daran gedacht. Ich habe leider nur ein Bild wo die ersten drei halb zu sehen sind.

Man entschuldigt sich bei den Passagieren aber da der Flieger wegen schlechtem Wetter in Dubai zu spät in Düsseldorf angekommen ist fliegen wir etwas später ab, am Ende 30 Minuten.
Wie gesagt der Flieger ist halbleer ich habe einen Sitzplatz am Fenster kurz hinter dem Flügel mit Blick auf die Motoren aber der Platz neben mir ist ebenfalls frei… SUPI!!

Jeder Sitz hat einen kleinen Fernseher vor sich in dem man entweder einen Film aus einer Auswahl, ein Fernsehprogramm (via Satellit)ansehen kann. Auch hat man die Möglichkeit sich die aktuelle Position und Flugdaten auf einer Karte anzeigen zu lassen (in 3 Maßstäben) oder eine Kamera die in Flugrichtung und eine die auf den Boden blickt auszuwählen.
Der Pilot erklärte dann, dass er etwas extra Sprit gebunkert hat um auf dem Weg nach Dubai richtig Gas zu geben und so ein wenig Zeit rauszuholen. Auch begrüßt er uns im Namen der Crew und stellt und den Sicherheitsbeamten vor der diesen Flug überwachen wird. Ich weiß nicht ob mich seine Anwesenheit beruhigen oder beunruhigen soll.

Und ab geht’s, der Pilot gibt Gas und wir steigen auf Flughöhe.

Schon kurz nach dem Start werden Getränke serviert. Was ich allerdings richtig genossen habe das war das heiße Tuch was zu Anfang jedem Gast gereicht wurde und sehr erfrischend war. Außerdem reicht man uns den Menüplan für diesen Flug.

Der Flug ist sehr ruhig und wir überfliegen den Balkan Richtung Türkei, um über dem schwarzen Meer dann in die Nachtzone einzutreten. Ich habe mir in der Zeit den Film “Die Unglaublichen” angesehen. Inzwischen wurde auch das Essen serviert welches sehr gut schmeckte.

Unsere Route führt uns über die stockdunkle Türkei und wir steuern die Grenze zwischen Iran, Irak und Türkei an.

Auf der Karte sieht es so aus als ob wir genau entlang der Grenze zwischen Iran und Irak fliegen würden. Mir ist kurzfristig etwas mulmig zumute, da ich über die Präzision der amerikanischen Waffen und Freund-Feind-Erkennung Bescheid weiß :-)

Wahrend dem Flug fallen mir verschieden hell erleuchtet Stellen auf. Ich brauche etwas um sie als Städte zu identifizieren über die wir fliegen. Der Rest des Landes ist in einer styxschen Dunkelheit verborgen. Nur ab und zu erhellen Feuer der Ölförderanlagen diese Dunkelheit.

Wir befinden uns nun im Anflug auf Dubai. Ich habe noch nie eine so hell erleuchtete Stadt gesehen. Man könnte meinen Elektrizität wäre unbegrenzt vorhanden. Diese Pracht der erleuchten Stadt ist einfach unglaublich jede Straße ist bis in die kleinste Ecke hell erleuchtet und man kann sogar Fußgänger erkennen. Selbst Las Vegas wirkt dagegen in Filmen wie ein finsteres Loch.

Der Pilot informiert uns dass es eine schöne milde Nacht in Dubai ist mit angenehmen 24 Grad Lufttemperatur. Ich denke in diesem Fall mir nichts besonders.
(BILD Das Wandbild 1)
(BILD Das Wandbild 2)
(BILD Das Wandbild 3)

Als ich aus dem Flugzeug aussteige wird mir mit einem Schlag die Relativität dieser Aussage bewusst… Ich bin in geschätzten 0,25 Sekunden fast durchgeschwitzt. Tja wie Einstein so schön sagt: “Alles ist relativ…” Zum Glück ist die Halle des Flughafens wo wir uns als Transitreisende aufhalten angenehm temperiert.
In der Halle gibt es ein schönes Wandbild mit Pferden welches wirklich toll aussieht!

In Dubai kann man im Duty-Free Bereich alles kaufen. vergoldete Handys für über 35000 Dollar (ja richtig Fünfunddreißigtausend!!) und lästigen Tand aus purem Gold der nur nach seinem Goldgewicht verkauft wird.

Es ist der Tag vor dem großen Formel 1 Rennen und man kann den roten Ferrari ebenfalls dort bewundern. Wer will kann auch mal eben einen 7er BMW dort kaufen… oberste Luxussaustattung selbstredend. Wenn es jemals ein Symbol für den Satz “Eure Armut kotzt mich an!” gab dann ist es dieser Ort. Ich weiß nicht ob ich erschlagen oder angewidert sein soll über die Darstellung solchen Reichtums. Auf jedenfalls fühle ich mich ganz ganz arm (in finanzieller Hinsicht).
(BILD Der Irische Pub.)

Auf diesen Schock gönne ich mir in dem original irischen Pub erstmal ein Guinness (das halbe Pint für schlappe 6 Euro (27,5 Dirham)). Aber es gibt auch simple Genüsse… McDonalds auch hier mit angepasstem Programm :-)
(BILD McDonalds, italienische Woche.)

Um kurz vor drei geht es am 1. April dann mit der nächsten Maschine weiter. Der Flug geht diesmal entlang der Pakistanisch-Afghanischen Grenze, links am Himalaja vorbei entlang der Wüste Gobi in der Nähe von Peking dann entlang der Koreanischen Küste und rüber nach Osaka. (Gelegentlich habe ich das Gefühl die große Krisengebiets-Tour gebucht zu haben ;-) )

Um 18 Uhr komme ich endlich in Osaka an und es dauert keine 20 Minuten bis ich abgefertigt bin und meinen Visumsstempel erhalten habe. „Welcom to Japan!“
Danach geht es zum JR-Schalter wo ich mir eine Fahrkarte nach Aioi besorge. Bis Shin-Osaka im “normalen” Zug (der schon sehr komfortabel ist) und von da aus mit dem Shinkansen “Kodama” nach Aioi.
Die Japanische Bahn ist übrigens so pünktlich und korrekt wie sie in allen Berichten beschrieben wird! In Aioi wurde ich von meinem Kollegen abgeholt. Wir sind dann erstmal was essen gegangen. es gibt verschiedne lecker Spezialitäten (Ja natürlich auch Sashimi :-) ) darunter in Bambusformen gebackenes Hackfleisch welches dann in eine Soße aus rohem Ei und Kräuter gedippt wird.

Nach dem Essen fahren wir zu dem Gästehaus in SPring8 wo ich die nächste Zeit untergebracht werde. Ich bekomme gerade noch mit wie die verschiedenen Geräte funktionieren. Als die Kollegen weg sind spring ich noch kurz unter Dusche und fall müde ins bett.
(Über die Einrichtung des Zimmers berichte ich die Tage.

— Michael Hess

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