Ausflug zu den Bergen Kii's und seinen heiligen Plätzen. · 16. August 2009
Vorletzte Woche (oder letzte Woche je nach Sichtweise) sind mein Schatz und ich mit dem Zug nach Kiikatsuura (紀伊勝浦) was in der Präfektur Wakayama liegt gefahren. Zum einen um in dem Ryoukan mit Onsen auf der Insel Nakanojima zu übernachten und den Onsen zu geniessen. Zum anderen um einen der berühmten Plätze in der Region zu besuchen.
Der Trip von ShinOsaka nach Kiikatsuura (紀伊勝浦) dauert fast gut 4h und führt entlang der Küste der Kii-Halbinsel und somit der Präfektur Wakayama
Man kann bei der Sitzplatzreservierung übrigens angeben ob man einen “Bergsitz” oder einen “Meeressitz” haben möchte. Leider waren nur noch Bergsitze auf dem Hinweg frei.
Man sieht viel Berge aber auch viele der Obstplantagen (Ume, Mikan etc. pp) für die Wakayama berühmt ist. Für mich erstaunlich war, dass fast jeder Bergrücken gesäumt ist mit Windkraftanlagen. Es ist das erste Mal das ich in Japan eine solche Konzentration davon sah.
Am Nachmittag kamen wir dann an unserem Ziel an.
Größere Kartenansicht
Leider war das Wetter weniger schön als wir uns erhofft haben.
Da man zu dem Onsen, das auf einer Insel in der Bucht liegt, mit dem Boot übersetzen muss, haben wir dies mit einer Rundfahrt und Besuch einer Delphinshow verbunden.
Auf der Tour zeigte uns man auch Fischfarmen wo verschiedene Fische gezüchtet werden, darunter angeblich auch (So das ich das richtig verstanden habe) Tunfisch (マグロ/Maguro) und Lachs (鮭/Sake).
Ach ja am Anfang der Tour fahren die wirklich durch einen Einschnitt der nur spärlich breiter ist als das Boot und man läßt sich wunderbar von einer Welle dadurch tragen… schnittig!
Wir kamen dann in dem Ryokan an, dessen Freiluftbecken des Onsen einen wunderschönen Blick über die Bucht gewähren. Und selbstverständlich gab es ein wunderschönes Abendessen dazu.
Später dann ein wunderschön entspannendes Bad in einer der privaten “Familien”Kabinen mit innen und Außenbadebecken, wo man ungestört von anderen Besuchern das Bad mit seiner Liebsten genießen kann (hehe ;-) ).
Allerdings beim betreten des Bades fiel mir die Kleinigkeit auf die ich auf der japanischen Seite nicht so recht verstand. Das Wasser ist vulkanischer Herkunft und somit na? Genau mit Schwefelwasserstoff versetzt. Dieser dezente Geruch nach überreifen Eiern ließ mich dann doch das Außenbecken wählen, wo der Geruch wirklich nicht auffällt.
Mein Schatz war leider dagegen, dass ich ein “Werbefoto” mit Ihr im Außenbecken mache.
Am nächsten Tag ging es dann mit dem Bus rauf in die Berge, wo wir verschiedene historische und heilige Plätze der Region besuchten, die auch zum Weltkulturerbe erklärt wurden.
Da wäre der Kumanokodo Daimonzaka (熊野古道大門坂), welcher einer der berühmten Pilgerwege ist. Wenn man sich die Zeit nimmt (oder hat) kann man zwischen malerischen alten Zedernbäumen wandern, welche dort sein ewigen Zeiten stehen. Ein bestimmtes Baumpaar ist über 800 Jahre alt und soll vom Aussehen her an ein altes Ehepaar erinnern.
Das ganze ist umrahmt von dem typischen Bambuswald.
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Danach ging es zum Nachi no Taki (那智の滝) welcher der höchste Wasserfall in Japan ist mit 133m. Man KANN bis zur oberen Kante eine Treppe aufsteigen.
Ich habe mir das mal aus Zeitgründen (wir hatten nur 30 Minuten) geklemmt.
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Nach dem Wasserfall ging es zum Kumanonachitaisha (熊野那智大社) welcher sozusagen der Hauptschrein für alle anderen Shinto Schreine ist und einer von den berühmten drei Kumano Schreinen.
Direkt nebenan ist der Nachisan Seigantoji (那智山青岸渡寺) welcher auch “Nyoirin-do” genannt wurde nach dem Indischen Mönch Ragyo Shonin der hier einen kleine Buddha Statue fand und daraufhin den Tempel hier gründete. Später hat der Shogun Hideyoshi Toyotomi das jetzt zu sehende Gebäude bauen lassen.
Hier eine Zusammenfassung der Tour als Film
Nach der Tour ging es dann zurück nach Osaka.
Diesmal allerdings mit “Seesideview”-Sitz und einer Schulklasse im Abteil, wo es auch den klassentypischen Rumnerver/Randalierer gab.
— Michael Hess
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— Marcus · 16.08.2009 16:54 · #
Wirklich sehr schöne Landschaft dort. Das mit dem Wetter ist zwar irgendwo schade, aber ich vermute mal es war auch so schon ziemlich warm.
Zu den Windkraftanlagen: Hier in Deutschland wird sowas ja eher ins Meer gebaut, die ersten liefern jetzt auch Strom – aber auch hier scheint Japan mal wieder einen Schritt voraus zu sein.
Ach ja, kleine technische ‘Anmerkung’: Bei mir verstecken sich die vergrößerten Bilder immer hinter den YouTube clips.
— Michael Hess · 16.08.2009 17:56 · #
Die Temperaturen waren klar in den 30er trotz Regen. Nur der Wind auf dem Boot war das etwas kühler.
Ja das Problem ist so eine Javascript “visible Layer” Problem. Im Moment kenne ich da auch nur eine Abhilfe… so den Blog scrollen, dass kein Youtubefenster zu sehen ist bevor man ein Bild öffnet. Die Scripte sind leider nicht so das gelbe vom Ei manchmal :-/
— blueschi73 · 16.08.2009 19:46 · #
Hi Micha, das ist doch mal ein cooler Trip. Den werde ich meiner Frau mal ans Herz legen bin mir sicher das wir das dann nachmachen werden. Danke für den tollen Bericht!
— RockD · 16.08.2009 19:53 · #
Danke für den tollen Reisebericht. Das gibt Leuten die nicht in Japan leben, wie mir, immerhin mal einen kleinen Einblick in die wunderschönen Landschaften. Obwohl Deutschland natürlich auch seine schönen Seiten hat. ^^
Bitte mehr davon. ^^
— Hamu-Sumo · 17.08.2009 22:44 · #
Marcus: Warum sollte uns Japan bei Windkraftanlagen voraus sein? Zum einen baut man die nicht nur im Meer, sondern die gibt’s quer durch Deutschland und zum anderen ist der Wind über dem Meer gleichmäßiger, was die Anlagen besser laufen lässt.
Michael: Danke für den Bericht und all die Videos!
— Marcus · 18.08.2009 02:52 · #
@Hamu-Sumo: Stimmt schon, auf dem Land stehen die auch rum (tss, ich fahre jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit an einem halben Dutzend vorbei, ich glaube ich blende die gedanklich mittlerweile aus). Hab auf dem Heimweg mal ein wenig drauf geachtet, irgendwie steht mindestens die Hälfte von denen still.
Es dürfte auch noch einen zweiten Grund für das Bauen der Anlagen im Meer geben: Jeder will zwar ökologischen Strom haben, aber kaum einer will so eine Windkraftanlage in seinem Vorgarten haben. Ich denke da macht Japan aus dem Nachteil der Raumenge und der Konzentration der Bevölkerung an den Küsten einen Vorteil, indem sie die Windkraftanlagen dorthin setzen, wo eh keiner wohnen kann.
— Hamu-Sumo · 18.08.2009 18:40 · #
Im Übrigen ist Deutschland Vizeweltmeister, was die Installation von Windkraftanlagen angeht. Japan ist eher abgeschlagen.
—> http://de.wikipedia.org/wiki/Windenergie#International