Michael's Japan Blog

Im Reich der Sonne

Abschied von einem treuen Freund · 15. Februar 2010

Letztes Woche ist es passiert, plötzlich und ganz unerwartet schied ein treuer Freund von mir.

Langhaarschneider

Mein treuer Langhaarschneider, das zweite elektrische Gerät das ich in Japan gekauft habe!
(Das erste, waren zwei externe Lautsprecher mit Verstärker für 1000 Yen die sich immer noch bester Gesundheit erfreuen.)
Im April 2005 mit der Frage konfrontiert “Zum Frisör oder weiter selberschneiden” habe ich mich für die zweite Variante entschieden und den Trend, die sportliche und segelfreundliche Kurzhaarfrisur weiterhin zu Hause zu pflegen, aufrecht gehalten.
Im SPring8 nahen (nur 30 Minuten mit dem Auto den Berg runter) Elektroladen habe ich dann diese japanische Produkt “Made in China” von National (im Westen als Panasonic eher bekannt) für 2980 Yen erworben.
nun 2980 Yen auf 56 Monate verteilt, bedeutet das ich diese Anschaffung sozusagen mit grob 53 Yen abschreiben hätte können.
Dem gegenüber hätte ein alle 2 Wochen Bart stutzen auf 6mm und einmal im Monat Haare auf 9mm (Sommer) oder 12mm (Winter) stutzen gestanden.
Haare schneiden ist in Japan in den 1000 Yen Frisörläden für eben genau diese 1000 Yen möglich. Somit hätte also allein das Haare schneiden mir in dieser Zeit 56000 Yen gekostet.
Ich denke die Anschaffung war somit mehr als lohnend.

Ich werde übrigens, so wie es im Moment aussieht, dass Gerät durch ein gleiches Modell ersetzen was im Yodobashi Camera immer noch für besagte 2980 Yen erhältlich ist.

Die “Todesursache” ist übrigens ein gebrochener Kontakt in der Ladebuchse des Gerätes. Das würde es theoretisch ermöglichen eine Reparatur selber vorzunehmen. Allerdings würde die nötige Lötausrüstung ebenfalls mit 2000 bis 3000 Yen je nach Qualität zu Buche schlagen. hinzukommt das der enthaltenden NiCd Akku nach fast 5 Jahren (pfleglichen) Laden und entladen auch gewisse Alterserscheinungen zeigen dürfte.

Naja im Moment ist das Thema nicht so sehr akut, da ich aktuell wenig Haarpflege bedarf.

— Michael Hess

---

Kommentare

  1. — Hamu-Sumo · 15.02.2010 21:21 · #

    Die Schneider sind wirklich ein Segen, vor allem wenn man Kurzhaarfrisuren bevorzugt (bin noch bisschen härter als du; Sommer als auch Winter runter auf 3 mm). Alle zwei bis drei Wochen zum Friseur würde ein kleines Vermögen kosten…

  2. — Heydal · 15.02.2010 22:58 · #

    @ Micheal / Hamu-Sumo

    Ihr lebt im Paradies und wisst es nicht. Gibt es was tolleres als sich in einem japanischen Haarsalon verwöhnen zu lassen. Schwer vorstellbar, bei dem tollen Service der einem da geboten wird. Vom Preis-Leistungsverhältnis wollen wir erst gar nicht mal reden. Ich zahle hier in der Schweiz für einmal waschen und schneiden (ohne Massage, Rasur, und warme Tücher) für max. zwanzig Minuten an die 30 Euro. Und das ist noch die günstige Variante.

    Also ihr zwei lässt Euer Kopfhaar mal drei Monate spriessen und gönnt Euch dann den kleinen Luxus eines perfekten Service an euren Keratinfäden.

    Viel Spass !!!!!

  3. Michael Hess · 15.02.2010 23:09 · #

    Vor 20 Jahren war ich mal bei einem Hairsaloon (nein nicht einfach Frisör) in Dortmund und fragte nach dem Preis.
    Die Antwort 45 Mark!
    Meine Antwort bevor ich den Laden fluchtartig verließ “Bekomme ich da die Friseuse für eine Nacht inklusive?”

    <duck und wech>

  4. coolio · 16.02.2010 12:19 · #

    Muss Heydal 100% Recht geben. Es gibt doch nix schoeneres, als einen japanischen Friseursalon. Aah, wo sonst gibt es Friseusen in Hot pants die einen auch noch gepflegt massieren. Das ist mir das Geld wert. Man goennt sich ja sonst nix…..

  5. umij · 16.02.2010 17:43 · #

    Das Problem ist allerdings: – in vielen japanischen Friseursalons arbeiten….

    Männer!!!

    Oft sogar scheinbar heterosexuell, wobei, das kann man in Japan irgendwie nie so genau sagen.

    Und wenn man Pech, wird einem dann plötzlich vorher von nem Mann der Kopf massiert schauder

    Also Obacht. Vorher mal durchs Schaufenster linsen, ob das Wesen in Hotpants da auch wirklich weiblich ist.

  6. — Hamu-Sumo · 16.02.2010 18:14 · #

    Heydal: Ne ne, ich bin in Deutschland. Ist zwar auch schön hier, aber ich denke für das Paradies fehlt hier noch bisschen was. :D Die Haarschneider sind ja keine typisch japanischen Geräte. :)

  7. AngeliikaD · 17.02.2010 00:12 · #

    Ihr Männer schmunzelt

    Ich fürchte, als Frau kann man nicht mittels eines Langhaarschneiders einen Bogen um einen teuren Friseurbesuch machen.
    Mein letzter Besuch vor fast einer Woche: Waschen, Schneiden, Föhnen, Pflege – 48 Euro (Vorarlberg ist ein teures Pflaster) Extras wie Massage war da keines drin.

    Hier etwas lustiges über einen Friseur, aus der Sicht einer Frau:
    http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=41114

  8. blueschi73 · 17.02.2010 22:19 · #

    Ich nehme auch lieber den Haarschneider selber in die Hand. War zum letzten mal vor 10 Jahren beim Frisör. Mir reicht es wenn meine Frauen von der ach so tollen Massage berichten und das ihre Kopfhaut doch ach so verspannt war…

Textile-Hilfe