Coming home · 24. Februar 2010
Am letzten Wochenende hatte ich die Gelegenheit mal wieder mich nach Aioi (相生) zu begeben.
Zum einen, um dort einen guten Freund und ehemaligen Kollegen vom SPring8 zu treffen, zum anderen um an dem Shinenkai (新年会) des Segelclubs teilzunehmen.
Das für mich faszinierende war, je näher ich Himeji (姫路) und somit auch Aioi kam desto mehr breitet sich in mir das Gefühl des nach Hause kommen aus.
In wenigen Regionen habe ich mich je so wohl gefühlt wie dort.
Das mag natürlich auch an den Leuten dort liegen, die ich damals wie heute dort treffe. Die Wärme mit der ich dort selbst als Ausländer, empfangen und zum Teil in der Gesellschaft (Segelclub) aufgenommen wurde und werde.
Es ist einfach anders als in der Großstadt.
Es ist natürlich unnötig zu erwähnen das sowohl das Dinner mit meinem Freund und das Shinenkai am nächsten Tag wirklich toll waren und erheblich mich aufgemuntert haben. Die Rückkehr Richtung Osaka war darum fast schon schmerzlich.
Aber schlimmer wäre es gewesen nach Tokyo zurück zu müssen ;)
Am Sonntagmorgen hatte ich die Gelegenheit dann einen kleinen Videoschwenk in Aioi (相生) an der Kreuzung Shinsakaibashi (新境橋) zu machen und habe dabei auch ein paar der dort üblichen Motorradfahrer erwischt.
— Michael Hess
Kommentare
Abschied von einem treuen Freund Technisches Wunder oder Bankenabzocke?
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— Heydal · 24.02.2010 11:59 · #
Das habe ich nun schon ein paar mal vernommen das Osaka dem Grossraum Tokyo vorzuziehen ist. Woran liegts, war selbst noch nicht in Osaka, werde dies aber im April nachholen.
— Michael · 24.02.2010 12:51 · #
Was ich pers. sagen kann, ist ev. mit sozialer Wärme zu beschreiben.
Ein franz. Bekannter beschrieb es so, frage einen Tokioter und einen Osaker welche Art von Restaurant sie bevorzugen, wird der Tokioter sagen “Teuer aber gut” ein Osaker hingegen “Lecker und günstig!”
Materieller Schein scheint in Tokio wichtiger zu sein.
;)
— blueschi73 · 24.02.2010 15:28 · #
Super Sache das mit dem Segelclub! Ich kenne das Gefühl nur zu gut, geht mir so wenn ich nach Deutschland fliege (was nicht all zu oft vorkommt) einmal da will ich ganz schnell wieder nach hause zu meinen lieben Japanern.
— Marcus · 24.02.2010 17:36 · #
Hach ja, die japanische Kleinstadtidylle … kleine Häuschen, zubetonierte Flüsse und rostige Stahlträger ;)
@Heydal:
Also ich mag Tokyo auch nicht so sehr, aufgebrezelte Leute, viel Hektik und einfach zu viel Stadt (und das sag ich als jemand, der in einer Stadt mit fast 600.000 Einwohnern lebt).
Osaka selbst kenne ich nur vom Durchfahren mit Zug bzw. Bus, aber Kyoto gefällt mir bspw. deutlich besser als Tokyo.
— Michael Hess · 24.02.2010 19:02 · #
@Markus
Leider ist das “einkesseln” der Flüße oft der Regenzeit geschuldet.
Man scheint da aber etwas gelernt zu haben, wenigstens auf dem Land sind die “Flußufer” oft soweit voneinander entfernt, dass der Fluß dazwischen im normalen Level mäandern kann.
In der Stadt ist das leider nicht mögliche und deswegen diese Betonschluchten die wirklich nicht als extrem hübsch zu bezeichnen sind.