Bankenabzocke die zwote · 3. März 2010
Letzte Woche hatte es meine Bank in Deutschland ja geschafft die Kausalität von Abbuchungen in einem interessanten Licht zu stellen.
Am Freitag war dann die bislang “vorläufige” Abbuchung eine Endgültige geworden und wieder sieht man mich überrascht.
Zwar wurde, wie man sieht, die Abbuchungszeit nun korrekt am 24.02.2010 um 15:29 angegeben. Und weiter wird Angegeben, dass der Umtauschkurs vom 25.02.2010 verwendet wurde. In den Details sieht man dann, dass meine 50000 Yen zu einem Kurs von 121,652 Yen pro Euro umgetauscht wurden. Insgesamt wurden 415,01 Euro abgebucht wovon 4 Euro Abbuchungsgebühr sind.
Mooooment… am 24.02.2010 waren es aber doch noch 404,54 Euro abzüglich 4 Euro Gebühren.
Also am 24.02.2010 verbucht meine Bank “vorläufig” (6h vor dem Ereignis) 50000Yen zu 400,54 Euro (plus 4 Euro Gebühren) was einen Umtauschkurs von 124,831 Yen pro Euro.
Am 28.02.2010 verkündet sie mir, dass sie den Umtauschkurs vom 25.02.2010 nimmt, der 121,652 Yen pro Euro beträgt und verbucht die 50000 Yen zu 411,01 Euro (plus 4 Euro Gebühren)
Auf einmal ist die ganze Transaktion mal eben 10,47 Euro oder 2,6% zu meinen Ungunsten teurer!
Und dann schaut man sich einmal kurz Beweisstück A an, der Verlauf des Umtauschkurses in der Fraglichen Zeit.
Die Bank hat sich rein zufällig entschieden den für den Kunden (mich) genau ungünstigsten Umtauschkurs zu wählen der zwischen dem 24.02. (Abbuchungstag) und 26.02. (Wertstellungstag) möglich ist.
Mir ist natürlich klar dass dies kein gezielter Angriff auf mich als einzelnen Kunden ist, sondern das dies einfach eine prinzipielle Masche ist unter der alle Kunden gleichermaßen zu leiden haben.
Ein Schelm der böses dabei denkt!
Ach übrigens… wo sind die geringeren Zinsen für Kredite?
Die Zentralbank hat den Zinssatz ja abgesenkt um den Geldfluss anzuregen, was ist passiert?
Die Anlagezinsen sind im Keller und Kredite jeglicher Art sind immer noch gleich teuer!
Aber wir müssen auch Mitleid haben, das Leben als Banker ist nun mal schwer.
Erst muss man sehen wo man seine ganzen Bonusse hin versteckt. Dann muss man sich auch noch erklären weil die ganzen Investmentfonds, die man für den schnellen Gewinn “performet” hat, in den Ruin gehen und warum der normale Bürger auf einmal für meinen Bonus gerade stehen muss, den ich trotz Versagens weiter von meiner Bank bekomme.
Ja das Leben ist hart ungerecht und gemein für Banker.
Eine Runde Mitleid sollte doch drin sein!
Oder doch lieber Scheiterhaufen, Mistgabeln, Fackeln, Pech und Federn?
Da fällt mir ein passendes Lied der Gruppe Subway to Sally ein
Die Ratten
Es war einst ein König, mit großer Macht
der hat über Gott und den Teufel gelacht
er hatte sein Volk gequält und beraubt
am Hof hatte er sich sicher geglaubt
doch dann kam der Pöbel mit Sense und Axt
und hat seinen Herren den Garaus gemacht
aber der König, der größte Tyrann
der war die Ratte, die schwimmen kann
die Ratten verlassen das sinkende Schiff
und der, den die harte Strafe dann trifft
der war nicht schnell genug, um zu fliehn
man sieht die Ratten in Sicherheit ziehn
[…]
© natürlich bei Subway to Sally
EDIT:
Es gibt natürlich immer einen Unterschied im Wechselkurs zwischen kaufen und verkaufen, aber diese beiden Kurse verlaufen natürlich entlang (parallel) zu dem hier gezeigten Bankenkurs von Yahoo.
— Michael Hess



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— Kim · 04.03.2010 00:44 · #
Ich bin für den Scheiterhaufen ;-)
— blueschi73 · 04.03.2010 08:06 · #
Ich denke man könnte kleine Sputniks mit den Bank Leuten bestücken und dann die Unendlichen weiten des Universums erforschen. Dann kann man die armen Schimpansen wieder in den Urwald bringen. \(_)/
— chibi · 04.03.2010 12:50 · #
Lustig, ich hab am selben Tag abgehoben. 24.02 08:50
KURS 0.0081775 ,also 122.28.
Keine Gebühren, weil bei der Postbank kann man kostenlos bis zu
10 mal pro Jahr im Ausland abheben.