Konsequenzen · 11. Juni 2010
Ich hatte ja gestern hier über den kleinen Toiletten-Misshap in unserem Apartmenthaus berichtet.
Nun, heute hatte Schatz als sie nach Hause kam ein kleines Gespräch mit dem Nachbarn, dessen Wohnung ja unter der Zwangsflutung zu leiden hatte.
Was dabei herauskam ist nicht ohne.
Das “Teil” was für die Überflutung verantwortlich war, ist wohl ein teilweise falsch eingebautes Bauteil. Der Hausbesitzer und “Architekt” hatten nach der Reparatur die Pläne zusammen mit dem Handwerker mit der Realität überprüft.
Weil dem Handwerker kam unsere Fallrohrkonstruktion auch schon seeeehr komisch vor.
Lange Rede kurzer Sinn, Plan und Realität zeigen wohl einige Diskrepanzen, welche nach relativ langer Zeit jetzt diesen fatalen Effekt auf die Wohnung unter uns hatten.
Ergebnis, der Hausbesitzer wird die Wohnung unserer Nachbarn komplett auf seine Kosten renovieren und den Entstandenen Schaden an Hausgütern bezahlen.
Ach ja, wir erinnern uns auch an den älteren Herrn der Verwaltungsfirma, welcher der Nachbarin die Schuld an der Maläse in die Schuhe schieben wollte und lt. Schatz auch schon letztes Jahr, als unsere Toilette “blubberte”, eher so tat als wenn das unser Fehler wäre.
Nun ja seine Verbeugungs-arie war seine Abschiedsvorstellung!
Oder anders ausgedrückt, er ist nicht mehr.
Nein, die Firma hat ihm keinen 介錯人 freundlich nach Hause geschickt, aber er ist, ab sofort, auf einen Schreibtischposten ohne Aufgabe (mit Minimalstgehalt) versetzt worden.
(Solche Posten bedeuten Daumendrehen unter den Augen der Kollegen… nicht witzig in Japan! Nein man darf auch nicht so tun, als wenn man Arbeit hätte! ;) )
Es ist verdammt teuer und schwierig permanente Angestellte in Japan zu feuern, besonders wenn sie wie er kurz vor der Rente sind (AFAIK).
Der Nachbar zeigte ob dieser Wendung und der Bestrafung tiefe Befriedigung und war sehr dankbar dass wir Ihn und seine Frau unterstützt hatten.
Denn der alte Herr hatte ja auch behauptet das es noch nieeeee Probleme gegeben hätte mit den Toiletten und es deswegen alles die Schuld der Nachbarn wäre.
Unser dezentes “Öhh Moment wie war das letztes Jahr!” zusammen mit der Bestätigung durch den Handwerker gegenüber dem Hausbesitzer, hatte da wohl den Herrn von der Verwaltung gewaltig blamiert und seine Firma auch.
— Michael Hess
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